Archiv der Kategorie: Hockey-Miszellen

Hennes vertritt HCH beim 1. European Masters Cup Tournament

Hennes NationaleEr habe den HCH würdig vertreten, so Hennes am Samstag auf der Rückfahrt von Krefeld. Dort fand – parallel zur Europa-Meisterschaft in Mönchengladbach – das 1. European Masters Cup Tournament statt. Selbst Hennes konnte zwar die Endspiel-Niederlage gegen England (1:4) nicht verhindern, aber mit zwei vorangegangenen Siegen gegen Wales und Schottland blieb die Bilanz positiv. Zudem hat man nicht alle Tage die Gelegenheit, mit Carsten Fischer (Nationalspieler 1982-1996, 246 Feld- und 13 Hallen-Länderspiele) oder Volker Fried (1980-1996, 250 + 40) in einer Mannschaft zu spielen. So wird Hennes Nationale auf seine alten Tage also noch berühmt. Ob er schon Autogrammkarten drucken läßt, ist nicht bekannt.

Hier der Bericht des DHB zum 1. EMCT:

England und Gastgeber Deutschland waren beim 1. European Masters Cup Tournament in Krefeld die sportlich dominierenden Kräfte. Die Briten gewannen drei der vier ausgetragenen Wettbewerbe im Seniorenaltersbereich zwischen 40 und 55 Jahren, einmal ging die deutsche Auswahl als Turniersieger hervor. Auf der Anlage des Crefelder HTC waren 20 Herrenteams aus acht Nationen vertreten. „Ich denke, in Krefeld ging es nicht ganz so ehrgeizig zu wie in Neuss bei den älteren Senioren. Wir hatten beim CHTC einen eher geselligen Treff, mit schönem Sport und super Organisation vom CHTC-Vorsitzenden Dirk Wellen und seinem Helferteam“, meinte der Gladbacher Klaus Sasserath, selbst Spieler der Ü50-Mannschaft.

Aufgrund kurzfristiger Absagen war das Feld der Ü40 auf drei Mannschaften zusammengeschrumpft. Dabei hatte Deutschland seine Widersacher England (2:0) und Wales (8:0) gut im Griff und wurde souveräner Konkurrenzgewinner vor den Engländern.

Mit je sechs Teams waren die Wettbewerbe der Ü45 und Ü50 die am besten frequentierten. Bei der Ü45 hatte Deutschland neben der ersten Mannschaft noch eine „Special 11“ im Rennen, um den Modus mit zwei Dreiergruppen aufrecht erhalten zu können. Die „S11“-Truppe luchste dem späteren Turniersieger England ein 2:2 ab und gewann 4:1 gegen Italien, während die erste DHB-Auswahl in der anderen Gruppe Schottland nach einem 0:2 den Platz im Finale überlassen musste, da sowohl Schottland (3:0) als auch Deutschland (4:0) gegen die Schweiz gewannen.

Bei der Ü50 trat Deutschland mit der Innenverteidigung Carsten Fischer/Volker Fried an. Das kongeniale Verteidigerpaar vom Olympiasieg 1992 zeigte, dass es auch knapp 20 Jahre danach immer noch eine sichere Kugel hinten heraus spielen kann. Und doch reichte es nicht für den Turniersieg. Nach souveränen Gruppensiegen gegen Wales (4:1) und Schottland (5:1) standen die Deutschen zwar im Endspiel, hier jedoch setzte es eine klare 1:4-Niederlage gegen England, das seine Klasse bereits in der Vorrunde gegen Italien (14:0) und Polen (11:0) gezeigt hatte. „Die Engländer waren mit sieben erfahrenen Altinternationalen am Start, sie waren wirklich sehr stark“, so Klaus Sasserath.

Das deutsche Ü50-Team beim 1. EMCT

Bei der Ü55 maßen sich Deutschland A und B mit England und Schottland. Auch hier waren die Engländer das stärkste Team. Sie schlugen die Schotten (3:0) wie auch Deutschland A (4:0). Lediglich gegen das B-Team, die letztlich stärkere der beiden deutschen Vertretungen, gab es ein 1:1-Unentschieden. Beide DHB-Auswahlen bezwangen Schottland (5:1 A, 9:1 B).

Hennes konzentriert sich

Gespielt wurde in Krefeld von Mittwoch bis Samstag. Das „Come together“ am Mittwochabend, im Beisein von DHB-Präsident Stephan Abel, wird allen Teilnehmer sicherlich genau so positiv in Erinnerung bleiben wie die Hockeybegegnungen auf den beiden CHTC-Kunstrasenplätzen.
Nächstes Jahr wollen die jüngeren deutschen Veteranen mit einer oder vielleicht sogar zwei Mannschaften nach London fahren, um nach Abschluss der Olympischen Spiele noch ein internationales Seniorenturnier zu bestreiten.

Hennes Nationale auf Abwegen

Hennes, unser „Alt”-Nationaler, war mal wieder auf Abwegen. Am 9./10. Juli hat er an der 19. inoffiziellen Deutschen Meisterschaft der „Dritten” teilgenommen. Die fanden in diesem Jahr auf der Anlage des HTC Stuttgarter Kickers statt. Dort tummelten sich 18 Herren- und zwölf Damenmannschaften, insgesamt 500 Gäste – auf einem Clubgelände, bei dessen Betrachtung man ob der Bad Homburger Verhältnisse schon etwas neidisch werden kann.

The Untouchables

Hennes spielte bei The Untouchable Love Crew, der Seniorentruppe vom Steglitzer TK: „Wir spielen Hockey – aber manchmal so schlecht, dass wir erst in der dritten Halbzeit Spaß haben. Wir heißen Love Crew – haben uns aber nie näher, als einen Km an die Love Parade herangewagt. Wir treiben Sport – und trotzdem werden die Problemzonen immer umfangreicher.” Ob diese Selbstbeschreibung ursächlich ist für den 18. Platz unter 18 Mannschaften, wissen wir nicht. Spielt auch keine Rolle. Es muß jedenfalls ein prima Turnier gewesen sein, das bei den Herren der Dürkheimer HC (allerdings mit dem regelwidrigen Einsatz eines Spieler aus der 2. BL) und bei den Damen der Berliner HC gewonnen haben. Im kommenden Jahr findet die DM der Dritten beim TSV Mannheim statt.

Die "Unberührbare Liebes-Mannschaft" (mit Hennes hinten links)

Der Norden gewinnt mit Hennes Herbert-Schmidt-Pokal

Die Ü40- bis Ü55-Ländermannschaftsspieler trafen sich Ostern in Krefeld zum Turnier um den Herbert-Schmidt-Pokal. Mit dabei: Hennes Nationale. Nachfolgend der Bericht des DHB (www.hockey.de):

Hennes Nationale ganz in "HCH"

„28.04.2011 – Zum zweiten Mal nach 2010 wurde der Herbert-Schmidt-Pokal, organisiert von Dirk Wellen, für Ländermannschaften der Ü40 bis Ü55 in Krefeld am Karfreitag und Ostersamstag auf dem Gelände des Crefeldes HTC ausgetragen. Dieses Jahr wurden in zwei Gruppen gespielt. Zum einen die Ü40iger und zum anderen die Ü50iger mit jeweils einem Team aus dem Norden und dem Westen. Die zahlreichen Spieler aus dem Süden und der Mitte Deutschlands wurden den beiden Mannschaft aus dem Norden und Westen zugeordnet.

Die Mannschaften trafen am Freitag zweimal aufeinander, wobei die Ergebnisse ausgeglichen gestaltetet werden konnten. Die Ü40 wurden von Horst Ruoss und die Ü50iger von Peter Kloimstein betreut. Nach einem wunderschönen gemeinsamen Pastaabend im Clubhaus des CHTC folgte am Samstag dann das Endspiel um den Herbert-Schmidt-Pokal, wobei aus den insgesamt 80 Teilnehmern zwei neue Teams aus dem Norden und Westen gebildet wurden.

Konnte sich im vergangenen Jahr der Westen noch klar gegen den Norden durchsetzen, so war es dieses Jahr gerade umgekehrt. Der Norden dominiert die Begegnung und gewann deutlich mit 2:0. Damit wird der Pokal für ein Jahr in Hamburg stehen, den es im kommenden Jahr dann zu verteidigen gilt. Weitere Events im Bereich der Ü40 bis Ü55 sind geplant. So wird eine Mannschaft am vorolympischen Turnier in Southgate (London) Ende Juli teilnehmen.

Der Höhepunkt in diesem Jahr wird dann ein Turnier auf europäischer Ebene in Krefeld parallel zur Europmeisterschaft der Damen und Herren Ende August in Mönchengladbach sein. Interessenten an der Ü40, Ü45, Ü50 und Ü55 können sich auf der Homepage dieser Teams informieren und anmelden.”

Was die F.A.Z. nicht wußte

Gestern würdigte die F.A.Z. (Rhein-Main-Zeitung) den Sportlichen Leiter des HC Bad Homburg, Chris Faust. Zu recht, wie wir finden. Über den HCH heißt es: „Das ist ein Verein, der im Leistungshockey noch nie recht in Erscheinung getreten ist, aber derzeit erstaunliche 330 Kinder unter 16 Jahren in seinen Jugendteams hat.”

F.A.Z. (Rhein-Main-Zeitung), 8. Februar 2011

Über die Sache mit dem Leistungshockey wollen wir bis auf weiteres das Mäntelchen des Schweigens decken. Allerdings, lieber Alex Westhoff, wollen wir doch darauf aufmerksam machen, daß der HC Bad Homburg nicht nur mit erstaunlichen 330 Kindern in Erscheinung tritt (womit wir zu den zwanzig, dreißig Hockey-Clubs in Deutschland mit den meisten Kindern gehören dürften!), sondern auch mit der „besten Senioren-Mannschaft im Taunus” (siehe diese Webseite). Daß sie dort auch die einzige ist, erwähnen wir nur, um der Wahrheit die Ehre zu geben, nicht etwa um Wasser in den Wein zu schütten.

DHB: Hockeyvereine brauchen ihre (…) Seniorenmannschaften

Es gibt sie noch – hier da: Senioren-/Seniorinnen-Mannschaften. Daß sie gehegt und gepfelgt werden sollten, darauf hat kürzlich Reinhold Tränkle, Mitglied des DHB-Breitensport-Ausschusses, in dem Newsletter „Hockeyplus” hingewiesen. Seinen Beitrag geben wir hier im Wortlaut wieder:

„‚Eine Senioren- oder gar Seniorinnenmannschaft – das haben wir schon seit  einiger Zeit nicht mehr im Verein. Als keine zwölf oder elf Spieler(innen) mehr  zusammen kamen, wurde der Spielbetrieb eingestellt, und die Mannschaften haben sich danach aufgelöst.’ Das ist häufig die Antwort, wenn man in den  Hockeyvereinen nach diesen Mannschaften fragt.

Hockey ist ein dynamischer schneller Sport – und ein Sport, den man bis ins hohe Alter betreiben kann. Das nachgewiesenermaßen geringe Verletzungsrisiko in dieser Sportart trägt auch dazu bei.

Woran liegt es, dass die Tradition des Senior(inn)en- und AH-Hockeyspielens rückläufig ist? Die Bevölkerung wird älter. Das Gesundheitsbewusstsein steigt, und die Fitnessbewegungen zeigen in diesen Altersstufen doch auch ansteigende Tendenz. Ältere Hockeyspielerinnen und Hockeyspieler an den Verein zu binden, muss ein zentrales Ziel der Clubs sein.

Natürlich ist es eine Frage der Vereinsgröße bzw. Mitgliederanzahl, ob sich aus  einer Damen- oder Herrenmannschaft oder aus jeweils zwei, drei oder vier Aktivenmannschaften im Laufe der Zeit eine oder gar mehrere Senior(inn)en-Mannschaften bilden können. Entscheidend sind aber wohl folgende Faktoren:

  • Jede Mannschaft braucht ein bis zwei ‚Macher’, der/die die Organisation von  Spielen und Turnieren übernehmen, teils auch mehrfach Spieler(innen) anrufen  und ihre Mannschaft zusammenhalten.
  • Häufig liegt es aber auch am Vereins-Vorstand und der Vereinsstruktur. Das Tagesgeschäft erschlägt den ehrenamtlichen Vorstand, da bleibt meist keine Zeit  mehr für den Breitensport, wie Senior(inn)en-, Eltern- und  Reisemannschaften. Es gibt schon zu wenig Ehrenamtliche für die notwendigen Vorstandsposten, wie soll da noch ein Breitensportwart gefunden werden? Keine Trainingszeiten für diese Mannschaften usw. Entschuldigungen sind viele zu finden.

Die Notwendigkeit des Breitensports wird in vielen Vereinen leider häufig übersehen und verkannt. Oft sind diese Hockeyvereine nur auf zwei Säulen gebaut: Jugend- und Leistungshockey. Die dritte Säule, der Breitensport, beschränkt sich meist auf Elternhockey. Dabei ist die Bedeutung der drei Säulen für die Hockeyvereine doch allgemein bekannt:

  • Jugendhockey? Zukunft des Vereins? Verursacht Kosten.
  • Leistungshockey? Aushängeschild des Vereins? Verursacht Kosten.
  • Breitensport? Grundlage des Vereins?

Dagegen der Breitensport, er bringt Einnahmen, Helfer, eventuell Spender und Sponsoren. Kein Hockeyverein kann es sich leisten, seine ‚Ehemaligen’ zu verlieren! Sie werden benötigt in der Vereins- und Jugendarbeit, als Schiri, Betreuer und Helfer. Natürlich muss ihnen auch etwas geboten, nicht nur der Beitrag eingezogen werden: Ein intaktes Vereinsleben, Treff der ‚Ehemaligen’ und natürlich sportliche Aktivitätsmöglichkeiten wie das Hockeyspielen
gegen Gleichaltrige, Trainingsmöglichkeiten u. ä.

Um einer Vereinsabwanderung dieser wichtigen Mitgliedergruppe entgegenzuwirken, sollte diese ‚Zielgruppe’ von der Vereinsführung zu einem Gedankenaustausch eingeladen werden. Dabei kann das Interesse an diesen Mitgliedern dokumentiert werden und gleichzeitig müssten die ‚Macher’ für die Breitensportmannschaften gefunden werden, um die Mannschaften zu erhalten bzw. neu wieder aufzubauen. Sicherlich kommen bei solchen Veranstaltungen auch gute Vorschläge, die verwirklicht werden sollten, und Kritik, die zu
Verbesserungen führen sollte.

In den Vereinen des DHB gibt es mittlerweile eine ganze Reihe von Initiativen zur Unterstützung für Seniorinnen und Senioren-Hockeyspieler:

  • Es gibt zwischenzeitlich Großfeld-Senior(inn)en-Hockeyturniere für Einzel-spieler(innen) und kleine Mannschaftsgruppen, die vom DHB teils mit initiiert wurden und unterstützt werden, wie zum Beispiel der DHB-Maschsee-Cup (DHB-Maschsee-Cup-Kontaktadresse: maschsee-cup@t-online.de).
  • Infos und Berichte zum Thema Breitensport finden sich unter www.hockey.de. Dort erscheint auch regelmäßig die Breitensportzeitung ‚Hockeyplus’ zum Download.

Abschließend noch der Hinweis: Der DHB-Breitensportausschuss freut sich über jede Information aus den Vereinen zu diesem Thema. Berichte, Turniertermine und Informationen über den Breitensport sind willkommen und werden gerne in den oben genannten Medien veröffentlicht. Erfahrungsberichte, wie ältere Hockeyspieler(innen) in ihren Vereinen wieder erfolgreich motiviert und reaktiviert wurden, können auch anderen Clubs nutzen. Wir wollen die
Hockeyvereine ermutigen, ihre Aktivitäten im Breitensport weiter zu forcieren.”