Bad Schlossburg beim Weinfest-Turnier 2018 in Wiesbaden

Der in Bremen beim Tukan-Cup ausgesprochenen Einladung zum Weinfest-Turnier der WTHC Youngstars leisteten wir natürlich ohne zu zögern Folge, und so machten sich am Freitagnachmittag (17.8.) Tim, Axel, Nicolai und der Verfasser als Vorhut auf, das Nerotal zu erobern. Routiniert wurden die Heringe in den betonharten „Boden“ getrieben und die Zelte aufgebaut. Geht bei Wurfzelten schneller als bei der traditionellen Variante, aber irgendwann standen sie ordentlich aufgereiht am Waldesrand. Schnell – ok relativ, da die Bedienung nicht wirklich schnell war – im Club noch was gegessen (und getrunken) und dann galt es wieder: „Turniermodus an“ ,-)

Zeltaufbau: Manche brauchen etwas länger…

Nach 25 min. Fußweg bei immer noch hochsommerlichen Temperaturen, die uns das ganze Wochenende begleiten sollten, auf dem Weinfest angekommen, stellte sich sogleich die gewohnte Freude am Wiedersehen alter und noch nicht ganz so alter Hockeyfreunde und die Gewissheit ein, wieder im Kreis der Hockeyfamilie angekommen zu sein. Nach und nach trudelten die üblichen Verdächtigen aus Bremen (Tukans/BCH, Schnittmenge/CzV) und Hamburg (Schwestern Polyester/Victoria und die Mädels vom HC St.Pauli) ein, und wir ergaben uns der stetigen und unvermeidlichen Zufuhr von fermentierten Trauben… Ok, es war Wein. Irgendwann war das Weinfest zu Ende, und wir versprengten in diverse Kleingruppen. Ein Teil war Fotos nach zu urteilen wohl mit Teilen der Tukans im „Eimer“, der Verfasser mit Teilen der Youngstars und einigen Schweizern (Bern? Basel?) im „Manamana“ (oder so ähnlich). Es gab also genug Alternativen, so daß es mal wieder früh war, bis alle alten ermatteten Körper in den Zelten nach Erholung suchten.

Weinfest in Wiesbaden: Christian, Nicolai, Axel, Tim

Die Wiesbadener meinten es zwar gut mit uns und hatten das erste Spiel erst um 11:00 Uhr angesetzt. Problem war nur, daß irgendein vorher angesetztes Kinder-/Jugendspiel dazu führte, daß sich die Kids ab 08:00 Uhr einschlugen –und das gefühlt ausschließlich mit hoher Energie und Ausdauer gegen das Torbrett. Da unsere Zelte nur 30 m entfernt standen…  Ich muss nicht mehr sagen: „GÄHN!“, das war’s dann mit der Nacht, hurra! Na ja, die Zeit bis zum ersten Spiel musste dann halt mit den hockeyturnierüblichen Getränken (sehr gut: Tegernseer vom Fass) überbrückt werden, gelang uns aber nicht ganz überraschend gut. Inzwischen auch verstärkt von Martin S., Christian L., Knut, Hans (sogar noch während des ersten Spiels) und Martin Eyl (ex Bad Homburger, der sein Debut bei uns feierte. Danke Martin, darfst wiederkommen) lief das Turnier wie üblich (Spiele wurden nicht verloren, verloren, ungerecht verloren) bis in den Nachmittag. Wir spielten dabei gegen Last Green Hope (Wiesbaden/Blankenese), Hi-Tec (Darmstadt) und die Narahelden (Göttingen). Man sieht, das Turnier nahm seinen ganz gewohnten Gang, aber dann…

Tscha, da (unsere Mit-Seniorin) Petra beschlossen hatte, an dem Turniersamstag ihren 50sten Geburtstag zu feiern, griff jetzt Plan B: Abrücken (fast) der ganzen Mannschaft, mal eben kurz zurück Richtung Bad Homburg, auf den Geburtstag und um 22:30 wieder in Teilen (Nicolai, Tim und Verfasser) zurück nach Wiesbaden. Für den Verfasser und Fahrer (!) ein ganz ungewohntes Gefühl, um 23:15 Uhr auf einer Hockeyparty komplett nüchtern aufzuschlagen. Es folgte ein kurzer Cultural Crash/Clash, aber nach anfänglichen Startschwierigkeiten gelang es letztendlich, sich routiniert in die Party zurückzukämpfen – DJ war auch akzeptabel – und ganz souverän Thekengold zu gewinnen. Verfasser war allerdings auch deutlich später ins Rennen eingestiegen. Ging nicht anders, musste sein, war wieder hell, als die Stühle auf den Tischen standen und die Putzkolonne ihre Arbeit aufgenommen hatte. Noch weniger Schlaf als am Vortag, aber hilft ja nix, schlafen wird eh überbewertet.

„Bad Schlossburg“ ohne Ahrensburg: Christian Libor, Hans Kuhlbrodt, Nicolai Hammersen, Christian Harder, Martin Sillich (hinten von links); Tim Ulrich, Axel Meyermann, Knut Schaefer.

Ein Spiel mussten wir noch. Letzte Reserven mobilisierend wurde das gegen die German Wanderers gewonnen, so daß wir – diesmal ganz entspannt auf Grund der nur noch überschaubaren Fahrtzeit nach Hause – den Sonntag ausklingen lassen konnten. Und so verstreute sich auch dieses Mal wieder die Hockeyfamilie traurig, aber in der Gewissheit, sich irgendwo, irgendwie und irgendwann auf Groß- oder Kleinfeld oder auf Ku- oder NaRa wiederzutreffen, in alle Himmelrichtungen. Einige werden sich sicher in einem Monat beim ASV beim Wiesn-Cup treffen, ansonsten spätestens nächstes Jahr in Kiel, als Auftakt der viermonatigen für 2019 geplanten Tour de Deutschland nach Kiel (Kieler-Woche-Cup), Timmendorf (Deutsche Beachhockey-Meisterschaft), Wiesbaden (Weinfest-Turnier) und München (Wiesn-Cup).

Bis dahin: Turniermodus aus, und die Hockeyturnier-Parallelwelt (vulgo: Realität) hatte – und hat uns noch – alle brav wieder.

PS  Angetreten sind wir in Wiesbaden zwar als Bad Schlossburg. Unsere Ahrensburger Abteilung glänzte aber leider durch Abwesenheit. So haben die HCH Senioren wenigstens die bunten Hemden ausgeführt.

PPS  Ach ja, wiederkommen dürfen wir auch, scheinen also auf und neben dem Platz eine ganz ordentliche Figur abgegeben zu haben.