„O’zapft is!“ – Wiesn-Turnier beim ASV München, 25.-27. September 2009

In Erinnerung an ihre Zeiten als „Studiosi“ an der Ludovicus-Maximilianus-Universitas und als Spieler beim Akademischen Sportverein München besorgten uns Nicolai Hammersen und Kai Wenzel eine der begehrten Einladungen zum Oktoberfest-Cup des ASV.

Man soll nicht sagen, wir würden das Brauchtum nicht pflegen: John-Philip Hammersen, Matthias Marsch, Nicolai Hammersen

Also wurden von den „Hardcore“-Bayern-Fans die Lederhosen und das Wams aus dem Schrank geholt und los ging’s am Freitag auf die Wiesn ins Hofbräu-Zelt. Ausgerüstet mit Bons für zwei Maß Starkbier und ein halbes Brathendl erlebten die jungmännlichen Nordlichter unter uns den Olymp der blauweißen Gemütlichkeit (1). Anfangs nach der ersten Maß ging es bis auf den ohrenbetäubenden Lärm noch halbwegs gesittet zu. Als dann aber die Blasmusik von der bayrischen zur internationalen Volksmusik (2) überging, hielt es keinen mehr, ich muss gestehen auch uns nicht, auf den Sitzen. Auf den Bänken stehend, den Maßkrug schwenkend grölten alle die Wiesn-Hits mit.

Ungerührt von 8.000 auf den Bänken stehenden Wiesn-Besuchern geht Kai Wenzel Wichtigerem nach.

Nur einer hatte die Ruhe weg: Kai mampfte friedlich zwischen all diesen Beinen mit und ohne Wadlwärmern seine Schweinshaxn. Nach der dritten Maß und einem Weißbier-Absacker hatten wir alle unser Kampfgewicht in die nächste Gewichtsklasse angehoben.

Da der Spielplan mit fünf Spielen auf Kleinfeld am Samstag nicht gerade altersgerecht für Alte Herren war und es nur zwei Gewichtsklassen (3) gab – U30 und Ü30 – hatten wir uns zwei Strategien ausgedacht, die unser Überleben sichern sollten:

  1. Ständige Rotation durch Doppelbesetzung aller Positionen bis auf das Mittelfeld – Hennes, unser Ü50 Altinternationaler musste als Einziger durchspielen (4)
  2. Erfahrung und Technik auf Naturrasen – welcher „echte“ U oder Ü30 hat denn noch auf Naturrasen trainiert?

Ernüchtert mussten wir am Sonntag nach dem letzten Spiel gegen den UHC leider feststellen, unsere Strategien sind nicht aufgegangen! Wir haben kein Spiel gewonnen! Nur gegen den UHC, der in der gleichen Alters- und Gewichtsklasse wie wir antrat, reichte es zu einem Unentschieden. Rotation und Naturrasen boten uns zwar Vorteile, die Niederlagen so gering wie möglich zu halten, aber zu einem Sieg reichten sie nicht. Buben und Madl von 30 Lenzen sind nun mal halb so alt und doppelt so schnell!

Die strategische Mannschaftsaufstellung:

HCH Senioren, München, September 2009 (stehend von links nach rechts: Matthias Marsch, Christopher Schlebusch, Andreas Bohn, Nicolai Hammersen, Hennes Jednat; knieend von links nach rechts: Hinrich Krack, Kai Wenzel, Matthias Lethaus, Christian Harder; liegend: John-Philip Hammersen)
  • Tor: John-Philip Hammersen
  • Verteidigung: Matthias Marsch/Matthias Lethaus, Christopher Schlebusch/Kai Wenzel
  • Mittelfeld: Hennes Jednat,
  • Angriff: Hinrich Krack/Christian Harder, Nicolai Hammersen/Andreas Bohn

Auf Kunstrasen spielten und verloren wir gegen so illustre Mannschaften wie die TULC „The Untouchable Love Crew“ vom Steglitzer TK aus Berlin mit 2:4; unsere Torschützen Nicolai & Andreas; gegen Polo Gigants aus Hamburg mit 0:1 und gegen Die Keulen vom Rheydter Spielverein mit 1:3; unser Torschütze Nicolai. Auf Naturrasen ging das Spiel gegen die Bierkids, eine bayrische Reisemannschaft mit dem Kini Ludwig II als Patron, mit 1:2 verloren, unser Torschütze wieder Nicolai, gegen Dubai, englische Hockeyspieler, die tatsächlich aus den arabischen Emiraten kamen, ertrotzten wir ein 1:2, diesmal traf Hennes nach etlichen Versuchen (knapp daneben ist auch daneben) endlich einmal (5) voll ins Schwarze! Wie gesagt, gegen den UHC Hamburg gelang dann zum Schluss mit Nicolais Tor ein versöhnliches 1:1 Unentschieden. Damit können wir leben! (6)

Matthias Marsch

  1. Und Alle: „Ein Prosit, ein Prooosit der Gemüüütlichkeit“ – „Oans, zwoa g’suffa“.
  2. Aus dem Musikanten-Stadl: „I will survive“ – „Das ist Wahnsinn – Hölle, Hölle, Hölle!“
  3. Kinder und Heranwachsende in Relation zu unserem Alter.
  4. Natürlich blieb auch der Torwart von der Rotation verschont, er steht ja sowieso nur Cognac (© Heinz Erhardt). Im Ernst, er war es, der uns im Spiel hielt!
  5. Hier ging erstmals Strategie 2 halbwegs auf! In Dubai gibt es halt nur Sand. Oder spielen die dort auf Naturrasen in der klimatisierten Halle? Könnte ja sein, wenn sie da sogar Schi fahren.
  6. Wir nutzten den Frühbucher-Rabatt und meldeten gleich für´s nächste Turnier. Aber dann fahren wir mit der Bahn, denn zurück brauchten wir auf der A9/A3 trotz des ultimativen Navi Tests über sechs Stunden Fahrzeit wegen der „Dauer“-Baustelle Würzburg/Kist.

2 Gedanken zu „„O’zapft is!“ – Wiesn-Turnier beim ASV München, 25.-27. September 2009

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.