„A day at the playgrounds”(1) – HCH-Senioren-Feldhockey-Training, Sommer 2006

Jedes Jahr in den Sommerferien trifft sich Donnerstag abend ein buntes Völkchen von Hockey spielenden Seniorinnen, Alten Herren und ihren Sprößlingen auf dem Kunstrasen des Nord-West-Zentrums, um den Schläger zu schwingen und Spaß dabei zu haben. Wenn der Platzwart Beuys gut gelaunt oder das Wetter schlecht ist, dann ist der Kunstrasen auch gut gewässert. Das schont die Knie- und Fußgelenke der Veteranen und läßt die Kugel der Kids besser rollen. Der Juli dieses Jahres war so heiß wie selten zuvor, aber der August revanchierte sich mit Regen und „Kälte“.

So kam es, daß an einem lauwarmen, feuchten Augustabend ein einsamer Hockeyspieler aus Lisboa – Kai Wenzel – mit seinen beiden Filho (2) auf dem Platz stand und wartete, bis einer käme, mit ihnen zu spielen. Aber außer mir kam kein anderer Spieler. Da auch der Zugang zum Bier versperrt war, verlegten wir das Training in meinen Garten und verabredeten uns für Donnerstag in 14 Tagen nach ihrem Nordsee-Urlaub. Wer immer die mediterrane Sonne genießt, braucht ab und an das raue Klima der friesischen Inseln.

Dank der modernen Kommunikationstechnik gelang es, alles was Rang und Namen in der Hockey-Veteranen-Szene hat, an diesem Abend auf dem Platz zu vereinen. Letztendlich spielte dann eine Väter-Söhne Mannschaft (3) mit den Jednats & Wenzels verstärkt durch Elke Zahn im „Tor“ gegen eine HCH-Veteranen-Auswahl mit Knut Schaefer, der aus Alzey herüber gekommen war. Sigmund Freud hätte seine Freude daran gehabt, das Verhältnis der Generationen auf dem Spielfeld zu beobachten. Ehrgeiz war auch angesagt zwischen den alten Kumpels Hennes, Kai und Knut: Wer hat es denn noch am Besten drauf?

„Papa, zu mir! Spiel endlich ab!“ riefen die Söhne. Und die Väter dirigierten ihre Söhne mit Weisungen: „Stell dich an den langen Pfosten!“ oder „Einer von Euch an den kurzen Pfosten!“ Leichter gesagt als getan, denn erstens gab es keine Pfosten, nur gelbe oder rote Plastikhütchen, und zweitens sind beide Pfosten eines Tores gleich lang. Also wohin sollten sie sich stellen?

An der Theke waren sie dann wieder alle vereint bei Bier aus dem Glas und Brause aus der Flasche. Geschichten machten die Runde, alle fingen damit an: „Weißt du noch damals, als wir …!“

Matthias Marsch

PS: Wir sehen uns nächsten Sommer alle wieder! Versprochen!

  1. Im Original lautet der Titel „A day at the races” mit den Marx Brothers Groucho, Chico and Harpo (1937).
  2. Wer Kai nicht kennt: Er war lange Jahre der Fels in der HCH-Hintermannschaft mit seinem geraden, schnörkellosen Hammerschlag.
  3. Kennen Sie noch den Song: „Father and Son“ von Cat Stevens, bevor er zum Islam konvertierte?

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