Die Kennzeichen des Ehrenvorsitzenden

Da staunte die Gesellschaft nicht wenig, als beim Neujahrsempfang des HC Bad Homburg unversehens eine Vertreterin von den „Freunden und Helfern” auftauchte und doch recht spaßfrei nach dem Halter eines BMWs mit Homburger Kennzeichen fragte. Als sich unser Ehrenvorsitzender, Matthias v. Oppen sen., als der Gesuchte herausstellte, war das Erstaunen umso größer.

Was war passiert? Einem Ganoven hatte es gefallen, auf dem Parkplatz am Nord-West-Zentrum die Kennzeichen von Herrn v. Oppen zu entwenden, sie an sein Auto zu schrauben, um anschließend eine Tankstelle in Köppern zu überfallen. Wie dämlich man sich insgesamt bei so etwas anstellen kann, zeigt der nachfolgende Artikel aus der Taunuszeitung.

Taunuszeitung, 25. Januar 2011

Früher war mehr Lametta

Weihnachten naht. Welche Entartungszustände das Fest zur Geburt Jesu annehmen kann, das hat Loriot schon vor vielen Jahren in unnachahmlicher Weise dargestellt: Weihnachten bei Hoppenstedts.

Großvater Hoppenstedts enttäuschte Feststellung „Früher war mehr Lametta” gehört nachgerade zu den rituellen Zitaten während des alljährlichen Baumschmückens.

Herzlichen Dank an den Chelsea Farmer’s Club, der mit einem Post von gestern diesen legendären Beitrag zur deutschen Weihnachtskultur in Erinnerung gerufen hat.

DHB: Hockeyvereine brauchen ihre (…) Seniorenmannschaften

Es gibt sie noch – hier da: Senioren-/Seniorinnen-Mannschaften. Daß sie gehegt und gepfelgt werden sollten, darauf hat kürzlich Reinhold Tränkle, Mitglied des DHB-Breitensport-Ausschusses, in dem Newsletter „Hockeyplus” hingewiesen. Seinen Beitrag geben wir hier im Wortlaut wieder:

„‚Eine Senioren- oder gar Seniorinnenmannschaft – das haben wir schon seit  einiger Zeit nicht mehr im Verein. Als keine zwölf oder elf Spieler(innen) mehr  zusammen kamen, wurde der Spielbetrieb eingestellt, und die Mannschaften haben sich danach aufgelöst.’ Das ist häufig die Antwort, wenn man in den  Hockeyvereinen nach diesen Mannschaften fragt.

Hockey ist ein dynamischer schneller Sport – und ein Sport, den man bis ins hohe Alter betreiben kann. Das nachgewiesenermaßen geringe Verletzungsrisiko in dieser Sportart trägt auch dazu bei.

Woran liegt es, dass die Tradition des Senior(inn)en- und AH-Hockeyspielens rückläufig ist? Die Bevölkerung wird älter. Das Gesundheitsbewusstsein steigt, und die Fitnessbewegungen zeigen in diesen Altersstufen doch auch ansteigende Tendenz. Ältere Hockeyspielerinnen und Hockeyspieler an den Verein zu binden, muss ein zentrales Ziel der Clubs sein.

Natürlich ist es eine Frage der Vereinsgröße bzw. Mitgliederanzahl, ob sich aus  einer Damen- oder Herrenmannschaft oder aus jeweils zwei, drei oder vier Aktivenmannschaften im Laufe der Zeit eine oder gar mehrere Senior(inn)en-Mannschaften bilden können. Entscheidend sind aber wohl folgende Faktoren:

  • Jede Mannschaft braucht ein bis zwei ‚Macher’, der/die die Organisation von  Spielen und Turnieren übernehmen, teils auch mehrfach Spieler(innen) anrufen  und ihre Mannschaft zusammenhalten.
  • Häufig liegt es aber auch am Vereins-Vorstand und der Vereinsstruktur. Das Tagesgeschäft erschlägt den ehrenamtlichen Vorstand, da bleibt meist keine Zeit  mehr für den Breitensport, wie Senior(inn)en-, Eltern- und  Reisemannschaften. Es gibt schon zu wenig Ehrenamtliche für die notwendigen Vorstandsposten, wie soll da noch ein Breitensportwart gefunden werden? Keine Trainingszeiten für diese Mannschaften usw. Entschuldigungen sind viele zu finden.

Die Notwendigkeit des Breitensports wird in vielen Vereinen leider häufig übersehen und verkannt. Oft sind diese Hockeyvereine nur auf zwei Säulen gebaut: Jugend- und Leistungshockey. Die dritte Säule, der Breitensport, beschränkt sich meist auf Elternhockey. Dabei ist die Bedeutung der drei Säulen für die Hockeyvereine doch allgemein bekannt:

  • Jugendhockey? Zukunft des Vereins? Verursacht Kosten.
  • Leistungshockey? Aushängeschild des Vereins? Verursacht Kosten.
  • Breitensport? Grundlage des Vereins?

Dagegen der Breitensport, er bringt Einnahmen, Helfer, eventuell Spender und Sponsoren. Kein Hockeyverein kann es sich leisten, seine ‚Ehemaligen’ zu verlieren! Sie werden benötigt in der Vereins- und Jugendarbeit, als Schiri, Betreuer und Helfer. Natürlich muss ihnen auch etwas geboten, nicht nur der Beitrag eingezogen werden: Ein intaktes Vereinsleben, Treff der ‚Ehemaligen’ und natürlich sportliche Aktivitätsmöglichkeiten wie das Hockeyspielen
gegen Gleichaltrige, Trainingsmöglichkeiten u. ä.

Um einer Vereinsabwanderung dieser wichtigen Mitgliedergruppe entgegenzuwirken, sollte diese ‚Zielgruppe’ von der Vereinsführung zu einem Gedankenaustausch eingeladen werden. Dabei kann das Interesse an diesen Mitgliedern dokumentiert werden und gleichzeitig müssten die ‚Macher’ für die Breitensportmannschaften gefunden werden, um die Mannschaften zu erhalten bzw. neu wieder aufzubauen. Sicherlich kommen bei solchen Veranstaltungen auch gute Vorschläge, die verwirklicht werden sollten, und Kritik, die zu
Verbesserungen führen sollte.

In den Vereinen des DHB gibt es mittlerweile eine ganze Reihe von Initiativen zur Unterstützung für Seniorinnen und Senioren-Hockeyspieler:

  • Es gibt zwischenzeitlich Großfeld-Senior(inn)en-Hockeyturniere für Einzel-spieler(innen) und kleine Mannschaftsgruppen, die vom DHB teils mit initiiert wurden und unterstützt werden, wie zum Beispiel der DHB-Maschsee-Cup (DHB-Maschsee-Cup-Kontaktadresse: maschsee-cup@t-online.de).
  • Infos und Berichte zum Thema Breitensport finden sich unter www.hockey.de. Dort erscheint auch regelmäßig die Breitensportzeitung ‚Hockeyplus’ zum Download.

Abschließend noch der Hinweis: Der DHB-Breitensportausschuss freut sich über jede Information aus den Vereinen zu diesem Thema. Berichte, Turniertermine und Informationen über den Breitensport sind willkommen und werden gerne in den oben genannten Medien veröffentlicht. Erfahrungsberichte, wie ältere Hockeyspieler(innen) in ihren Vereinen wieder erfolgreich motiviert und reaktiviert wurden, können auch anderen Clubs nutzen. Wir wollen die
Hockeyvereine ermutigen, ihre Aktivitäten im Breitensport weiter zu forcieren.”

Vergnügliche Lehrstunde – HCH-Senioren vs. „Sonntag, 19.00 Uhr“, 24. Oktober 2010

Einer in München während des Wiesn-Turniers ausgesprochenen Einladung der Frankfurter Spielgemeinschaft „Sonntag, 19.00 Uhr“ (Teile davon in München als „Allstar Fuddlers“) folgend, trafen wir uns am 24. Oktober auf der Anlage von SaFo Frankfurt zum (Großfeld-)Spiel 11 gegen 11 über die offizielle Distanz von 2×35 min.

Tatsächlich konnten wir (wahrscheinlich aufgrund der doch recht kurzen Anreise und den beharrlichen Mails von Nicolai) mit 15 Spielern auflaufen, darunter sogar mit Dagmar, Helen, Katrin und Petra vier Damen. Auch der Gegner trat mit ähnlich starker Besetzung an, aber ohne Damen und ohne Torwart (eine Vorahnung?). Um es kurz zu machen. Der älteste Spieler erreichte nicht einmal das Alter unseres jüngsten Teilnehmers…, aber wir wollen ja nicht klagen (oder doch?).

Die Jungs von "Sonntag, 19.00 Uhr" (vorne dritter von links: die Mutter der Kompanie, Schahin Haghani alias "Hausmeister Krause")

Bei strahlendem Vollmond und 7 Grad Celsius lief das Spiel in der ersten Halbzeit recht einseitig. Gefühlt spielten 11 Frankfurter gegen einen Bad Homburger Torwart. Mit dem Ergebnis 0:0. Denn unser lieber Kay beschloß (wahrscheinlich aufgrund zuvor fehlender Trainingseinheiten), zu ganz großer Form aufzulaufen. Unzählige Schüsse abgewehrt und dabei die staunenden Blicke der Gegner auf sich gezogen (Wie hat er das nur gemacht…?). Zu unseren Angriffsbemühungen nur so viel: Dem letzten Feldspieler der Frankfurter wurde es ganz schön kalt. Zu Buche stand nämlich nicht ein Torschuß unsererseits. Das erinnerte schon fast an unser Spiel gegen Wiesbaden in Köln (Sommer 09, das wir am Ende aber noch gewonnen haben).

Hier könnte der Chronist aufhören, vom Spiel zu berichten und gleich zur dritten Halbzeit übergehen, aber das wäre unserem Gegner gegenüber nicht fair. Man ahnt es schon: Der Ausgang war ein andere als gegen Wiesbaden. Zwei bis drei Torchancen hatten wir zwar in der zweiten Halbzeit, aber leider ohne zählbaren Erfolg. Der stellte sich allerdings jetzt auf der anderen Seite ein, obgleich Kay immer noch alles hielt, was irgendwie zu halten war. Die Anzahl der geschossenen Tore wollen wir jedoch mit dem Mantel des Schweigens bedecken. Es waren einige sehr schöne Treffer dabei. Chapeau!

Anschließend trafen wir uns alle im Clubhaus bei Pizza, Pasta und dem einen oder anderen isotonischen Hefekaltgetränk in gemütlicher Runde (Herzlichen Dank an die Frankfurter für die großzügige Einladung! Wir revanchieren uns.). Hier wurde auch gleich ausgemacht, zur Abwechslung mal in der Halle gegeneinander zu spielen. Ob uns dies jedoch zum Vorteil gereicht, wird sich zeigen. Alles in allem war es trotz des Spielergebnisses ein sehr netter Abend. Der Beginn einer großen Freundschaft…?

Angeblich warten die Bad Homburger Senioren jetzt ja nur drauf, daß einige der gegnerischen Spieler mit zunehmendem Alter aus der Innenstadt in den Taunus verziehen. Und da kommt – was Hockey angeht – natürlich nur die beste Senioren-Mannschaft im Taunus in Frage.

Christian Harder

Neues aus der HCH-Kantine: Käse mit Potential

Keine Frage: Wir werden alle nicht jünger. Anlaß genug, über die richtige Ernährung nachzudenken. Oder hier und da auch nachzuhelfen. Den Trophologen der HCH-Kantine ist jetzt ein sensationeller Erfolg gelungen: ein Käse, der als Nahrungsergänzung für alternde Hockeyspieler unbedingt zu empfehlen ist, wie nachfolgendes Video eindrucksvoll belegt.

Nolan´s Cheddar – seriously strong…