Bad Schlossburg beim Weinfest-Turnier 2018 in Wiesbaden

Der in Bremen beim Tukan-Cup ausgesprochenen Einladung zum Weinfest-Turnier der WTHC Youngstars leisteten wir natürlich ohne zu zögern Folge, und so machten sich am Freitagnachmittag (17.8.) Tim, Axel, Nicolai und der Verfasser als Vorhut auf, das Nerotal zu erobern. Routiniert wurden die Heringe in den betonharten „Boden“ getrieben und die Zelte aufgebaut. Geht bei Wurfzelten schneller als bei der traditionellen Variante, aber irgendwann standen sie ordentlich aufgereiht am Waldesrand. Schnell – ok relativ, da die Bedienung nicht wirklich schnell war – im Club noch was gegessen (und getrunken) und dann galt es wieder: „Turniermodus an“ ,-)

Zeltaufbau: Manche brauchen etwas länger…

Nach 25 min. Fußweg bei immer noch hochsommerlichen Temperaturen, die uns das ganze Wochenende begleiten sollten, auf dem Weinfest angekommen, stellte sich sogleich die gewohnte Freude am Wiedersehen alter und noch nicht ganz so alter Hockeyfreunde und die Gewissheit ein, wieder im Kreis der Hockeyfamilie angekommen zu sein. Nach und nach trudelten die üblichen Verdächtigen aus Bremen (Tukans/BCH, Schnittmenge/CzV) und Hamburg (Schwestern Polyester/Victoria und die Mädels vom HC St.Pauli) ein, und wir ergaben uns der stetigen und unvermeidlichen Zufuhr von fermentierten Trauben… Ok, es war Wein. Irgendwann war das Weinfest zu Ende, und wir versprengten in diverse Kleingruppen. Ein Teil war Fotos nach zu urteilen wohl mit Teilen der Tukans im „Eimer“, der Verfasser mit Teilen der Youngstars und einigen Schweizern (Bern? Basel?) im „Manamana“ (oder so ähnlich). Es gab also genug Alternativen, so daß es mal wieder früh war, bis alle alten ermatteten Körper in den Zelten nach Erholung suchten.

Weinfest in Wiesbaden: Christian, Nicolai, Axel, Tim

Die Wiesbadener meinten es zwar gut mit uns und hatten das erste Spiel erst um 11:00 Uhr angesetzt. Problem war nur, daß irgendein vorher angesetztes Kinder-/Jugendspiel dazu führte, daß sich die Kids ab 08:00 Uhr einschlugen –und das gefühlt ausschließlich mit hoher Energie und Ausdauer gegen das Torbrett. Da unsere Zelte nur 30 m entfernt standen…  Ich muss nicht mehr sagen: „GÄHN!“, das war’s dann mit der Nacht, hurra! Na ja, die Zeit bis zum ersten Spiel musste dann halt mit den hockeyturnierüblichen Getränken (sehr gut: Tegernseer vom Fass) überbrückt werden, gelang uns aber nicht ganz überraschend gut. Inzwischen auch verstärkt von Martin S., Christian L., Knut, Hans (sogar noch während des ersten Spiels) und Martin Eyl (ex Bad Homburger, der sein Debut bei uns feierte. Danke Martin, darfst wiederkommen) lief das Turnier wie üblich (Spiele wurden nicht verloren, verloren, ungerecht verloren) bis in den Nachmittag. Wir spielten dabei gegen Last Green Hope (Wiesbaden/Blankenese), Hi-Tec (Darmstadt) und die Narahelden (Göttingen). Man sieht, das Turnier nahm seinen ganz gewohnten Gang, aber dann…

Tscha, da (unsere Mit-Seniorin) Petra beschlossen hatte, an dem Turniersamstag ihren 50sten Geburtstag zu feiern, griff jetzt Plan B: Abrücken (fast) der ganzen Mannschaft, mal eben kurz zurück Richtung Bad Homburg, auf den Geburtstag und um 22:30 wieder in Teilen (Nicolai, Tim und Verfasser) zurück nach Wiesbaden. Für den Verfasser und Fahrer (!) ein ganz ungewohntes Gefühl, um 23:15 Uhr auf einer Hockeyparty komplett nüchtern aufzuschlagen. Es folgte ein kurzer Cultural Crash/Clash, aber nach anfänglichen Startschwierigkeiten gelang es letztendlich, sich routiniert in die Party zurückzukämpfen – DJ war auch akzeptabel – und ganz souverän Thekengold zu gewinnen. Verfasser war allerdings auch deutlich später ins Rennen eingestiegen. Ging nicht anders, musste sein, war wieder hell, als die Stühle auf den Tischen standen und die Putzkolonne ihre Arbeit aufgenommen hatte. Noch weniger Schlaf als am Vortag, aber hilft ja nix, schlafen wird eh überbewertet.

„Bad Schlossburg“ ohne Ahrensburg: Christian Libor, Hans Kuhlbrodt, Nicolai Hammersen, Christian Harder, Martin Sillich (hinten von links); Tim Ulrich, Axel Meyermann, Knut Schaefer.

Ein Spiel mussten wir noch. Letzte Reserven mobilisierend wurde das gegen die German Wanderers gewonnen, so daß wir – diesmal ganz entspannt auf Grund der nur noch überschaubaren Fahrtzeit nach Hause – den Sonntag ausklingen lassen konnten. Und so verstreute sich auch dieses Mal wieder die Hockeyfamilie traurig, aber in der Gewissheit, sich irgendwo, irgendwie und irgendwann auf Groß- oder Kleinfeld oder auf Ku- oder NaRa wiederzutreffen, in alle Himmelrichtungen. Einige werden sich sicher in einem Monat beim ASV beim Wiesn-Cup treffen, ansonsten spätestens nächstes Jahr in Kiel, als Auftakt der viermonatigen für 2019 geplanten Tour de Deutschland nach Kiel (Kieler-Woche-Cup), Timmendorf (Deutsche Beachhockey-Meisterschaft), Wiesbaden (Weinfest-Turnier) und München (Wiesn-Cup).

Bis dahin: Turniermodus aus, und die Hockeyturnier-Parallelwelt (vulgo: Realität) hatte – und hat uns noch – alle brav wieder.

PS  Angetreten sind wir in Wiesbaden zwar als Bad Schlossburg. Unsere Ahrensburger Abteilung glänzte aber leider durch Abwesenheit. So haben die HCH Senioren wenigstens die bunten Hemden ausgeführt.

PPS  Ach ja, wiederkommen dürfen wir auch, scheinen also auf und neben dem Platz eine ganz ordentliche Figur abgegeben zu haben.

Beachhockey: HCH-Senioren sind Deutscher Meister Ü40

Angeregt von unseren Freunden vom THC Ahrensburg meldeten wir uns 2018 erstmals zur Deutschen Beachhockey-Meisterschaft in Timmendorfer Strand an. Vom 13. bis 15. Juli verbrachten die „Beach Brothers Bad Homburg” (Schlachtruf: „On a mission for God!”) daraufhin ebenso lustige, wie auch erfolgreiche Tage am Ostseestrand. Denn: Mit vier Siegen (je zweimal gegen „Jugend R” vom LBV Phönix Lübeck und gegen die „Bodespatzen” vom TSV Neustadt) und zwei Unentschieden (beide gegen die „Neanderthaler” vom THC Ahrensburg) wurden wir ungeschlagen Deutscher Meister Ü40.

Deutscher Beachhockey-Meister Ü40 2018: Sven Schaefer, Knut Schaefer, Christian Harder, Hennes Jednat, Philipp Steinbach, Nicolai Hammersen, Christian Libor, N.N. (hinten von links); Tim Ulrich, Axel Meyermann, Oliver Müller, Martin Schmitz-Manseck (vorne von links)

Ein Riesenspaß! Siegerehrung mit Mo Fürste & Consorten – kann man mal machen.

Hockey auf Sand hat mit dem „normalen” Hockey noch so allzu viel zu tun, wobei der artistische Umgang mit Schläger und Ball schon von Vorteil ist. Das wuselige Treiben kommt aber vor allem denen entgegen, die mit den eher strengen Hockey-Regeln nicht so viel anfangen können. Jedenfalls hatte sicherlich Christian (L.) eine Art sportliches Erweckungserlebnis, da er mit Beachhockey irgendwie „seinen” Sport gefunden zu haben scheint (er war unser Torschützen-König).

Beach Brothers Bad Homburg – das „offizielle“ Mannschaftsphoto

Nachfolgend einige weitere bildliche Impressionen…

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Hinterher haben wir uns artig bedankt…

Die Presse hat auch über uns berichtet…

Taunus Zeitung, 20. Juli 2018
Bad Homburger Woche, 26. Juli 2018

Und das musste auch noch sein…

Bad Schlossburg in Bremen – Tukan-Cup 2018

Nun haben wir das Vergnügen, ein weiteres großartiges Turnier zu unserem Turnierkalender hinzugefügt zu haben! Der alle zwei Jahre stattfindende Tukan-Cup der Tukans des Bremer Hockey Clubs sollte Ziel der Reise der Bad Schlossburger werden. Ausgelöst wurde dies letztes Jahr in Kiel, als uns einige Teams ansprachen, warum wir denn nicht den Tukan-Cup spielen würden, wir würden da eigentlich gut reinpassen (tun wir das nicht überall ,-)). Also unseren Ahrensburger Captain drauf angesetzt, der mit bekannter Hartnäckigkeit (und dem Glück, daß Sarat, der aktuelle Captain der Tukans, ehemaliger Ahrensburger ist) uns irgendwie auf die sehr begrenzte und begehrte Teilnehmerliste brachte.

Und so machten sich dann bei Sonnenschein und (kurz vor Bremen) 32 Grad Außentemperatur die Bad Homburger (Tim, Axel, Christian) und zunächst nur zwei Ahrensburger (Martin und Carsten) auf zum BHC, wo wir abends gemeinsam den tropischen Welcome-Abend in der üblichen routinierten Art und Weise hinter uns brachten, um dann am nächsten Morgen in üblichem körperlichen Mangelzustand per Shuttle von dem „Westbremer“ und Tukan Jan zurück zum BHC gebracht zu werden. Dort angekommen wartete dann schon die am Morgen angereiste Verstärkung Gunner, Stefan, Otti (alle THCA), Catten (DHC Hannover) und Svenni (UHC Buddahs) auf uns, so daß wir – weiter aufgefüllt mit den Tukans Stefan (der uns als persönlicher Betreuer zugeteilt war und auf und neben dem Platz von uns gefordert wurde… SUPER JOB!!) und Florian (mit dem Spruch des WoEndes am Sonntag morgen: „Hockeyturniere sind toll, aber ein wenig Sport wäre auch ganz gut“) – tatsächlich um NEUN Uhr gegen den Gastgeber und letztjährigen Sieger Tukans Bremen das erste von insgesamt fünf Spielen in Angriff nehmen. Machen wir es kurz, wir gewannen (insgesamt glücklich, aber „so what“, Tukan-Cup-Sieger-Besieger, yes!) 1:0 durch eine kurze Ecke (hatten wir auch lange nicht gespielt) von Catten. Wenn man halt im Tor einen noch fitten ehemaligen Zweit-Liga-TW hat, hilft das durchaus.

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Mental hatten wir allerdings Schwierigkeiten nach diesem völlig ungewohnten morgendlichen Sieg die Spannung zu halten. Der weitere Tag verlief bei immer noch 30 Grad, keiner Wolke und wirksamen regelmäßigem Flüssigkeitsausgleich wie im Fluge, und auch die Spiele gegen die Mannschaften von Hanse United (verdient 0:1) und die Youngstars vom WTHC (auch verdient 0:2) konnten der ausgelassenen Stimmung keinen Schaden zufügen. Wacker gespielt, gut verstärkt, Ergebnisse im Rahmen gehalten, die anderen waren fair besser. Da wir – warum auch immer – den Platz nachmittags regelmäßig als Letzte verlassen, war die Pause bis zur Players Night keine Pause, sondern reichte nur zum Duschen und Umziehen, bevor wir uns in die zweite lange Hockeyturniernacht warfen. Was soll man sagen, tolle Atmosphäre, insgesamt deutlich eleganter als bei den anderen Turnieren, sehr gutes und reichhaltiges Buffet, eine laue Sommernacht, eine Live Band, die bis halb zwei den Laden gerockt hat und anschließend noch ein DJ, der sein Handwerk verstand, führten zum zweiten „Wir schließen den Laden ab“ des Wochenendes und einer einmaligen mannschaftlichen Geschlossenheit bis zuletzt. Hell wurde es auch schon leicht, als die ermatteten Körper den Weg in die Waagerechte fanden.

Nach kurzem Schlaf wurden wir dann mit Regen (!) und deutlich abgekühlten Temperaturen in die letzte Etappe geschickt. Das erste Spiel konnten wir – zugegebener Maßen auch durch gut eingekaufte Gastspieler – gegen die M21 (Rot-Weiß Köln) souverän 1:1 (nach 1:0 Führung, glaub ich, wer das Tor gemacht hat, weiß ich nicht, wahrscheinlich ein Gastspieler) beenden, schon wieder ein Punkt (und das auch noch am Sonntag im ersten Spiel, gab’s noch nicht oft). Bei inzwischen wieder leichtem Sonnenschein und angenehm sommerlichen Temperaturen bescherten uns die Tukans auch noch die Ehre des letzten Spiels, welches wir gegen den späteren Turniersieger Die Fünfte (HTHC) mit einigen Ex-Bundesliga-Spielern gerecht 0:2 verloren. Ach ja, im Boule-Turnier scheiterten wir erst im Viertelfinale gegen den Gastgeber 2:3 superknapp. Aber was soll`s, wir sind in einem wirklich spielstark und gut besetzten Turnier fünfter (vor den Tukans und HC Wien) geworden.

Bad Schlossburg in Bremen, Juni 2018

Dabei fühlten wir uns auch gerade neben dem Platz sofort in die erweitere Tukan Familie sehr herzlich aufgenommen, so daß das Abschiednehmen diesmal noch länger dauerte als sonst, aber – hilft ja nix – irgendwann endet jedes Hockeywochenende, und so machten sich die sieben Herren- und neun Damenmannschaften Sonntagnachmittag wieder auf den Weg in die Realität und zurück zu ihren echten Familien. Hoffentlich die meisten ohne größere Staus (wie wir) und nicht wie der WTHC, denen der geplante Flug gestrichen wurde. Da war die Freude eher spärlich, war ihnen ja erst auf dem Hinweg passiert, und da die Software nicht funktionierte, mussten sie auch noch erst zum Flugplatz, um die Tickets gegen Bahntickets tauschen zu können.

Mal sehen, wann wir uns, wo auch immer, wiedersehen (einen Teil in Timmendorf und einen großen Teil in Wiesbaden, soviel steht ja schon fest), wir freuen uns immer auf Euch…

Dank an alle Tukans für perfekte Ausrichtung (und natürlich dafür, daß sie uns eingeladen haben ,-)) eines klasse Turniers, da passte wirklich alles! Dank selbstverständlich auch an alle Gastspieler, die uns im Laufe des Wochenendes unterstützt und verstärkt haben. Ohne euch hätten wir Großfeld nicht gewuppt, dank geht auch an Chrischi von den Youngstars für die Einladung zum Weinfestturnier. Und zuletzt Dank an den Hockeygott für das traumhafte Wetter!

Ach ja und ein neuer Team-Song wurde am Sonntagmorgen auch gefunden (Danke, Arne für die grandiose Musikwahl): Willem (1974) „Lass die Morgensonne endlich untergehn“…

München 2017 – oder: die Bad Schlossburger Klassenfahrt

Tja, wer hätte das gedacht: Die Senioren werden auf ihre alten Tage noch richtig innovativ. Der Grund für diese Innovationskraft liegt eigentlich schon drei Jahre zurück, und zwar spielten wir in München (wo auch sonst) gegen die Ahrensburger Schlossgeister (stilecht im Fischerhemd). Und da uns (oder zumindest Teilen der Mannschaft) auch eine gewisse Affinität zum Norden nachgesagt wird, waren die uns schon mal per se nicht unsympathisch.

Als wir dann vor zwei Jahren zum ersten Mal den Kieler-Woche-Cup beim 1.Kieler HTC spielten – auf wen trafen wir erneut? Auf die Ahrensburger. Der Beginn und Grundstein einer feuchtfröhlichen Freundschaft wurde gelegt (wer spielt denn bei untergehender Sonne freiwillig noch einmal (zum Teil in Flip-Flop und mit Sonnenbrille) gegeneinander…)? Aus (Ahrensburger Spielermangel) musste ein Wiedersehen in München letztes Jahr leider ausfallen, aber zum Glück kreuzten sich die Wege und Schläger und Gläser erneut im Juni 2017 in Kiel. Auch wenn (auch) dieser Turnierbericht noch aussteht steht – das Fazit: Ahrensburg, Ihr seid zwar schlechter Umgang, zum Glück wissen wir jetzt aber, daß die KiWo eigentlich KiVo geschrieben wird ,-)) Was folgte lässt sich inzwischen erahnen. Ahrensburg wollte in 2017 mal wieder auf die Wiesn und zum ASV, und wir sind ja eh (seit nunmehr neun Jahren) am Start. Also beschlossen wir, uns zu einer Spielgemeinschaft zusammenzufinden. Der Name war nach reiflicher Überlegung (Bad Homburg, Ahrensburg, Schlossgeister; auch die Altvorderen des HCH traten vor Jahren übrigens als „Schlossgeister” an) schnell gefunden und so konnten dieses Jahr zwölf BAD SCHLOSSBURGer gemeinsam die Anlage des ASV München unsicher machen.

Das Bad Schlossburger-Premierenteam 2017

Wie es sich für eine Klassenfahrt gehört, reiste die Nordfraktion mit dem ICE an, und Fotos deuten darauf hin, daß Bier (im Ruhebereich) um 7:00 Uhr wohl auch schon schmeckt (oder zumindest getrunken wird, obwohl… nach den Fotos zu urteilen: „schmeckt doch“). Unser Teil (Nicolai, Tim, Christian L., Axel und der Verfasser) kam diesmal recht pünktlich in Bad Homburg bei Tim los, so daß wir rechtzeitig zum Schweinsbraten, Schnitzel oder Sauerbraten im bewährten Mannschaftshotel „Zur Post” in Ismaning einliefen. Nicht viel später traf auch die Abordnung Nord gut gelaunt ein, einem großen Wiedersehen stand nichts mehr im Weg. Ach ja, auch der Hockey-Gott hatte ein Einsehen und bescherte uns ab Freitagmittag 20 Grad, Sonne und das eine oder andere weiße Schönwetterwölkchen (fast schon kitschig). Während ein Teil noch das Mannschaftszelt aufbaute, füllte sich der ASV jetzt zusehends mit altbekannten und neuen Mitgliedern der Hockey-Familie. Da Nicolai und Verfasser a) die Wiesn eh nicht so toll finden und b) durchaus auch gerne Wein trinken (sagt man), machte sich ein Großteil des Teams mit den anderen gegen 15:00 Uhr auf den Weg auf die Wiesn, während Nicolai und Verfasser den Weg in die „Pfälzer Weinstuben” suchten.

Sonst lief der weitere Abend nach altbekanntem Plan: Martin S. wurde gegen 20:45 der Hauptgruppe auf der Wiesn zugeführt, und man traf sich geschlossen (!) um 22:30 Uhr im „Los Bandidos” wieder (alle zu Fuß, Dennis und Tim per Rikscha). Die weitere Nacht verbrachten wir gewohnt routiniert am Glas oder/und auf dem Parkett. Auch dieses Mal schafften es alle irgendwann und irgendwie zurück ins Hotel oder Zelt (Merke: Zu zweit unterwegs zu sein, verbessert die Chance, nicht in die falsche Richtung zu laufen und die Hoteltür auch aufzubekommen ,-)). Über Thekengold an dem Abend gibt es zwischen dem Verfasser und einem Ahrensburger Bad Schlossburger (Carsten) unterschiedliche Versionen. Verfasser findet, man(n) könne sich auf ein verdientes Unentschieden einigen. Schade übrigens, daß der Rest nicht mit der nächtlichen Teambesprechung auf dem Hotelparkplatz gewartet hat.

Nach einer doch etwas kürzeren Nacht erwartete uns am Samstag dann nur die Kleinigkeit von fünf Spielen (à 25 Minuten). Gefühlt – wie auch früher schon bei Klassenfahrten – konzentrierten wir uns jedoch stärker auf unsere gesellige Seite, Spiele (ob mit oder ohne Torwart – egal) konnten wohl daher nicht gewonnen werden (wir spielten gegen: ETUF Essen, Wildschweinrotte vom Düsseldorfer HC, Hockeyholics, die Keulen vom Rheydter Spielverein und den ASV München). Aber dafür war unsere Leistung später bei der Turnierparty auch durch einen guten DJ podiumsreif, und wir sicherten uns (wer auch immer) mit Sicherheit (?!) erneut Thekengold. Hinweis ASV: Ihr braucht mehr Weißwein ,-)! @Nicolai: Bitte mal über El Presidente adressieren.

Aufstehen nach unter vier Stunden Schlaf fällt mit zunehmendem Alter immer schwerer, aber auch dieses Jahr waren wir in der Lage, die Grenzen der körperlichen Belastbarkeit neu zu definieren und standen rechtzeitig am Sonntag wieder auf dem Platz, um nochmal zwei Spiele gegen die Blackforest Förster und Hanse United zu absolvieren (keine Verletzten, somit alles – und der Sonnenschein immer noch – gut, Ergebnisse egal, wohl wieder nicht gewonnen). Damit hatten wir souverän vermieden, noch ein weiteres Spiel machen zu müssen.

Und so näherte sich wieder das Unvermeidliche, das Turnierende. Zelte wurden abgebaut, Taxis gen Flugplatz oder Bahnhof oder sonst wo hin bestellt, alte und neue Freunde lagen sich in den Armen, und alle hoffen viele Gesichter auch in 2018 irgendwo auf einem KuRa oder NaRa in der Republik wiederzutreffen.

Wie jede, so nahm auch diese, unsere „Klassenfahrt“ leider ein Ende, und so machten sich die Ahrensburger mit dem Zug zurück gen Norden, während wir per PKW die Rückfahrt antraten. Also fast alle… Von Nicolai und Hans bekamen wir noch Fotos, auf denen sie (ganz alleine) noch weit nach 16:30 Uhr glückselig auf ihrer Bierbank saßen: THEKENGOLD, -PLATIN, -DIAMANT klar geholt!! Gefühlte 200 WhatsApp-Nachrichten der diversen Teamteile später erreichten wir gegen 20:00 Uhr noch einigermaßen pünktlich wieder Bad Homburg und der Turniermodus konnte rechtzeitig vor Montag morgen auf „aus“ gestellt werden.

Hielten bis zum Schluss die Stellung: Nicolai und Hans

Es wird nicht das letzte Turnier sein, was die Bad Schlossburger gemeinsam bestritten haben (@Martin B.: Bitte mal klären, wann der TUKAN-Cup ist und wie wir da eine Einladung bekommen). Wir sind (nach wie vor) froh, Euch kennengelernt zu haben! Damit ist nun auch der Oktoberfest-Cup 2017 in die Geschichtsbücher eingegangen, SCHEE WARs (wieder)!!

Für die Ahrensburger BAD SCHLOSSBURGer waren dabei: Carsten, Dennis, Lars, Martin B. und Micha.

1957 bis 2017: Manfred Wenzel feiert 60 Jahre Hockey in Bad Homburg

Manfred Wenzel, August 2009 bei Rot-Weiss Köln
Manfred Wenzel, August 2009 bei Rot-Weiss Köln

Es gibt tatsächlich auch in unserer Zeit Hockeyspieler, die mit ihrem Verein in langjähriger Treue verbunden sind. Einen aus dieser selten gewordenen Spezies von „Silberrücken“ gilt es für seine 60-jährige Mitgliedschaft im HC Bad Homburg (vormals SpVgg 05) zu ehren.

Geboren in Kassel kam er Mitte der fünfziger Jahre der Edelmetalle und -steine wegen als Goldschmied nach Bad Homburg. Ein Nachbar, Hockey-Torwart bei den 05ern, nahm ihn, der das Hockeyspielen beim KSV Hessen-Kassel gelernt hatte, 1957 mit auf den Sportplatz Sandelmühle. Mit den 05ern stieg er dann sensationell bis zur Oberliga auf und leider nach zwei Jahren auch wieder ab. Später als Verteidiger bei den HCH Senioren verschleppte er uns mitten im Winter in die alte Heimat nach Kassel zum „Ahle-Wurscht-Turnier“, wo er einen der kuriosesten Strafstöße verwandelte – das Trudel-Tor (1).

August 2011 in Bad Homburg
August 2011 in Bad Homburg

Erfordert das Ziselieren von Edelmetallen und das Facettieren von Klunkern (2) die feine Hand, so ist seine Hockey-Spielweise geprägt vom harten Schlagen mit dem Krummstock auf schwarzen und roten Ascheplätzen, später dann auf Naturrasen. Er spielte mit hohem körperlichem Einsatz. Mit Bodycheck, Stocklupfen und Durch-den-Mann-spielen verschaffte er sich bei Mit- und Gegenspielern den nötigen Respekt. Aber nach dem Spiel, spätestens beim Bier an der Theke, hatten sich alle wieder lieb!

Matthias Marsch

  1. Siehe Bericht vom Januar 2006
  2. Vulgär für Juwelen