Schon mal etwas von Mhamid al-Ghizlane gehört? Nein? Dem können wir abhelfen. In diesem Ort in Marokko findet alljährlich ein Nomadenfestival statt, bei dem auch Hockey gespielt wird (oder das, was man dort dafür hält):
Das Schlägermaterial zeigt noch „room for improvement“!
Matthias, unser Koronarsportler, schreibt dazu:
„Wir sollten mal versuchen, bei diesem Hockey-Turnier teilzunehmen. Unsere ‚Colours’ würden wirklich gut passen, und das bisschen Sand und Hitze können wir auch noch ab! Also, die Michelin-Sandreifen aufgeschnallt, denn Allrad eingelegt und ab geht’s durch die Wüste. Die Gegend kenne ich schon und gute Karten habe ich auch noch. Und die paar Islamisten, was soll’s, müssen wir halt fünf Mal am Tag beten.
Inschallah Matthias”
Falls uns also Ludwigsburg, München, Villingen etc. zu langweilig werden: Es warten noch echte Herausforderungen!
Die WordPress.com-Statistik-Elfen fertigten einen Jahresbericht dieses Blogs für das Jahr 2012 an.
Hier ist ein Auszug:
600 Personen haben 2012 den Gipfel des Mount Everest erreicht. Dieser Blog hat 2012 über 6.700 Aufrufe bekommen. Hätte jede Person, die den Gipfel des Mount Everest erreicht hat, diesen Blog aufgerufen, würde es 11 Jahre dauern, um so viele Aufrufe zu erhalten.
Dass Hennes den HCH beim Hockey Masters World Cup 2012 im englischen Canterbury vertreten hat, dürfte sich herumgesprochen haben. Für die deutsche Ü50 hat es zwar (knapp) keine Medaille gegeben, alles in allem war es aber doch ein erfolgreicher Auftritt. Nachfolgend der Bericht von hockey.de.
Das deutsche Ü50-Team in Canterbury. Von links, hinten: Physio Peter Bongartz, Gert Grellmann, Klaus Sasserath, Jens Oelzen, Johannes Püttmann, Sedat Kiran, Sven Sievers, Stephan Boness, Ralf Klebe, Ralf Achilles, Trainer Horst Ruoss; vorn: Dietrich Tegtmeyer, Volker Noell, Torsten Plath, Lars Neuwerk, Günter Jednat, Frank Paschke, Roland Rasch, Dirk Wellen, Acki Heldens.
„Die deutsche Ü50 verpasste beim Masters World Cup in Canterbury den Sprung in die Medaillenränge knapp. Hier einen Nachlese zu den Spielen.
Samstag, 18. August: Deutschland – Neuseeland 2:2 (0:1)
Das Spiel gegen die „BlackSticks“, wie sich die Kiwis nennen, ist erwartet schwer. Auch abends ist es noch sehr heiß, mehr als 25 Grad Celsius. Wir spielen in der ersten Halbzeit ziemliche Grütze, kommen hinten nicht raus, das knüppelharte Spiel der Neuseeländer bekommen wir nicht in den Griff. So steht es zur Halbzeit – zu Recht – 1:0 gegen uns. Unser Trainer Horst Ruoss schafft es, uns für die zweite Hälfte anders und erfolgreich einzustellen. Wir erkämpfen uns immer mehr Spielanteile und gehen nach dem Ausgleich durch Dirk Wellen (39., Ecke) dann in der 64. Minute durch Hennes Jednat mit 2:1 in Führung. In der letzten Minute dann Angriff über rechts der Neuseeländer, der Schiedsrichter sieht als einziger ein Stockfoul und gibt eine ungerechtfertigte Strafecke – unglaublich, aber alles protestieren half nichts. Und dann kam es, wie es kommen musste: Der neuseeländische Schütze verzieht eigentlich mit hartem Schuss, aber einer unser Verteidiger stoppt am Torwartfuß unglücklich den Ball vor und ein Kiwi schiebt ihn über die Linie. Endstand 2:2.
Sonntag, 19. August: Deutschland – Wales 1:0 (0:0)
Wales, unser zweiter gegner, hat gegen Neuseeland 2:3 verloren und gegen Italien gewonnen. Also reicht uns ein Unentschieden, um bei einem (vorausgesetzten) Sieg gegen Italien sicher im Halbfinale zu sein. Aber in der anderen Gruppe ist England wohl so stark, dass wir versuchen sollten, das vermeintlich leichtere Halbfinale gegen Australien zu bekommen. Das heißt: Ziel heute ist unbedingt ein Sieg! Wir haben zwei Verletzte und sind im Moment nur 15 voll einsatzfähige Spieler. Gott sei Dank ist es nicht so heiß wie am Samstag. Wir spielen gut gegen Wales, kämpferisch und als Team überragend und erarbeiten uns viele Chancen und Strafecken, aber schaffen es leider nicht, schon in der ersten Halbzeit in Führung zu gehen. So steht es zur Pause 0:0, aber wir wissen, dass wir die bessere Mannschaft sind. Die zweite Halbzeit wird noch überlegener von und geführt, und in der 44. Minute gelingt uns dann auch das 1:0 durch unseren Neuling Torsten Plath. Zwei Gelbe Karten und verstärkter Druck der Waliser werfen uns dann auch nicht mehr aus der Bahn, nur will uns leider kein weiteres Tor gelingen. Egal, mit dem Abpfiff ist das Halbfinale, das erste Ziel, so gut wie sicher erreicht!
Montag, 20. August: Deutschland – Italien 6:0 (2:0)
Wir spielen heute das letzte Gruppenspiel gegen Italien, die ihre beiden Spiele hoch verloren haben. Sollten wir mit sieben Toren Unterschied gewinnen, werden wir noch Gruppenerster! Wäre schön, denn dann würden wir dem Ersten der anderen Gruppe, den Engländern, aus dem Weg gehen. Die scheinen doch sehr schwer zu schlagen sein. Das Spiel läuft, wie befürchtet. Unser Sturm erarbeitet sich Chance nach Chance, aber mit nur geringem zählbarem Erfolg. Nach Toren von Stephan Boness (11.) und Hennes Jednat (16.) steht es zur Halbzeit nur 2:0. Anfang der zweiten Halbzeit mühen wir uns ziemlich ab, bis in der 52. Minute nach dem Tor von Ralf Achilles nochmal ein Ruck durch die Mannschaft geht. Wir erhöhen auf 3:0 (Klaus Sasserath, 54., Ecke) und durch zwei Tore von Jens Oelzen (58. und 67.) auf 6:0. Alles wird jetzt nach vorne geworfen, aber wir vertun auch die besten Großchancen. Also bleibt uns „nur“ das 6:0, mit dem wir bei gleicher Tordifferenz aber weniger geschossenen Toren gegenüber Gruppensieger Neuseeland am Mittwoch gegen England im Halbfinale antreten müssen.
Mittwoch, 22. August: Halbfinale, Deutschland – England 1:5 (0:1)
Halbfinale gegen die favorisierten Engländer. Wir spielen um 11 Uhr, schönstes Wetter, aber leider noch immer zwei Verletzte. Dafür sind zwei neue Spieler gekommen. Wir kommen ganz gut ins Spiel, es ist einigermaßen ausgeglichen. Trotzdem gelingt den Engländern nach 12 Minuten im Anschluss an eine Ecke das 1:0. Wir fighten zurück, haben aber schon nach 25 Minuten einen weiteren Verletzten. Zur Halbzeit ist das 1:0 in Ordnung. Nach der wie immer sehr motivierenden Ansprache unseres Trainers Horst Ruoss in der Halbzeit starten wir gut und erspielen uns eine ganze Reihe Chancen, die aber nicht zu Toren werden. Und dann kommt es, wie es oft kommt: Die Engländer kontern uns innerhalb von zwei Minuten aus, in der 52. Minute steht es plötzlich 3:0. Das war der Todesstoß. Die Engländer schießen gegen uns in den letzten zehn Minuten noch zwei Treffer, uns gelingt mit einem Siebenmetertreffer durch Jens Oelzen in der 67. Minute noch leichte Kosmetik, aber am Ende haben wir mit 1:5 vielleicht etwas zu hoch, aber doch verdient gegen eine bessere Mannschaft (den späteren Turniersieger) verloren.
Freitag, 24. August: Spiel um Platz3, Deutschland – Neuseeland 2:3 nach Penalty-Schießen (0:1, 2:2)
Wir spielen um Platz 3 gegen Neuseeland, die wir ja schon aus der Vorrunde kennen. Leider läuft das Spiel nicht so an, wie wir uns das vorgenommen haben. Der Substanzverlust in unserem Alter nach vier Spielen in sechs Tagen ist schon groß, und eine ganze Reihe kleinerer und größerer Verletzungen macht es nicht einfacher. Wir liegen schnell 1:0 hinten und nach ca. 20 Minuten fällt auch noch Dirk Wellen mit Zerrung im Mittelfeld aus. Trotzdem kämpfen wir uns zurück ins Spiel und gleichen in der 26. Minute durch Hennes Jednat zum 1:1 aus. Im Anschluss an eine Ecke geraten wir in der 45. Minute wieder in Rückstand. Allerdings schaffen wir in der 58. Minute durch Roland Rasch nach Ecke erneut den Ausgleich. Eine Führung gelingt uns aber nicht, so dass nach Ablauf der regulären Spielzeit das ungeliebte und ungewohnte Penaltyschießen über Platz 3 und 4 entscheiden muss. Hier gelingt es den Neuseeländern, uns einen mehr „einzuschenken“, und dem Team Deutschland Ü50 bleibt nur der 4. Platz.”
In Zeiten von Olympia blicken auch Hockeyspieler über den Tellerrand, um neben dem Field Hockey andere, typisch englische Sportarten kennen zu lernen. Als da wären: Darts, Lawn Tennis, Polo, Rowing, Rugby, Skittles (1), Snooker, Eton Fives (siehe dazu auch hier) sowie Cricket und Croquet! Letzteres laut Webseite des Deutschen Krocket Bunds „The Queen of Games” (kann schon sein, aber nach Hockey).
In aller Regel trinkt man zu all diesen Sportarten ein Pint Lager oder Ale, einen Champagner-Cocktail, seltener eine Cup of Tea oder ein Pimm´s No.1 Cup (2). Zum Croquet schlürft man aber einen Mint Julep, einen Cocktail, der dem Bad Homburger Krocket-Turnier (3) den Namen gab. Er ist das traditionelle Getränk bei allen Croquet-Turnieren weltweit und stammt ursprünglich aus England (4). „Mint Julep“ enthält Bourbon-Whiskey oder Rum sowie frische Minze, Zucker und zerstoßenes Eis.
Da wir schon immer einmal im Kurpark auf traditionellem Hockey-Rasen (5) spielen wollten, es aber nie durften – der Kurdirektor hatte Angst um sein Grün und den goldenen Thai Sala (zu Kaisers Zeiten in Homburg Siam-Tempel genannt) –, wechselten wir die Sportart und meldeten uns zum Krocket-Turnier der Lions-Damen am 24. Juni 2012 an. Es wurde ein netter Nachmittag, obwohl das Wetter nicht so richtig mitspielte und einige der gemeldeten Mitspieler noch in Darmstadt beim „Heiner-Fest-Turnier“ im Endspiel (6) engagiert waren.
Die HCH-Croqueteers: Nicolai Hammersen, Matthias Marsch, Matthias v. Tiesenhausen, Hennes Jednat, Christian Harder (von links; im Hintergrund Jürgen Beyer, Christine v. Tiesenhausen); die Lions-Dame freut’s
Gleichwohl wurden die bunten Kugeln mit viel Spaß und für uns ungewohnten Schlägern durch die Tore getrieben oder „krockiert“. In der ersten Runde spielten die beiden Matthias M. + v.T. versus Christian L. mit seiner Tochter, in der zweiten dann Christian H. und Nicolai gegen Katrin und Christine (7), deren Töchterlein zu den Klängen eines schottischen Dudelsacks tanzte. Hennes wollte sich vor der Olympiade in England seinen Schlag nicht verderben und blieb nur Zuschauer. Am Schluss gab es zwar keinen Sieger, aber viele Gewinner – auch in der Tombola.
Es gibt ja immer wieder Stimmen, die meinen, unsere Begrüßung vor den Spielen sei revisionsbedürftig. Zugegeben: „Hip, Hip – Hurra” ist nicht gerade innovationsverdächtig, dafür aber traditionell.
Auf der Suche nach einer Begrüßung, mit der wir in Hockeykreisen sicher jeden überraschen würden, stießen wir auf die All Blacks. Das ist bekanntlich die Rugby-Nationalmannschaft aus Neuseeland. Seit 1884 führen die All Blacks vor jedem Spiel einen Haka auf, einen Ritualtanz der Maori. Hier ein Beispiel:
Und weil’s so schön ist, gleich noch einer:
Wie wär’s damit? Den Text können wir ja noch etwas anpassen. Jede Wette, wenn wir das bringen, stehen wir bald in der Hockeyzeitung. Als „Instructor” schlagen wir übrigens unseren Chief Garment Officer vor. Mit Christian wäre diese Rolle sicher perfekt besetzt.