Keine Frage: Wir werden alle nicht jünger. Anlaß genug, über die richtige Ernährung nachzudenken. Oder hier und da auch nachzuhelfen. Den Trophologen der HCH-Kantine ist jetzt ein sensationeller Erfolg gelungen: ein Käse, der als Nahrungsergänzung für alternde Hockeyspieler unbedingt zu empfehlen ist, wie nachfolgendes Video eindrucksvoll belegt.
Für die Neue Juristische Wochenschrift (NJW) war es kürzlich die „Entscheidung der Woche”: Für die Folgen kampfbetonter Härte bei einem Freundschaftsspiel (in dem zu entscheidenden Fall ging es um Fußball) muß nicht gehaftet werden. Bei einem Schaden im Zuge eines sportlichen Wettkampfs müsse auch berücksichtigt werden, daß selbst bei regelgerechtem Verhalten eine erhöhte Gefahr gegenseitiger Verletzungen besteht.
Neue Juristische Wochenschrift
Für diejenigen unter uns, die gelegentlich – und natürlich eher zufällig – etwas „robust” unterwegs sind, vielleicht eine kleine Beruhigung. Aber denkt daran: Hockey ist ein „körperloses Spiel”!
Hier die brandheißen Hockey-Nachrichten vom Laternenfest-Freitag (27. August) von unserem HCH-Korrespondenten Matthias Marsch:
Hut in den Ring geworfen – Alt-HCHler Jens George, genannt Mausi, hat sich nach eigenen Angaben anläßlich einer achtwöchigen Südamerika-Tournee als Trainer der brasilianischen Hockey-Nationalmannschaft der Damen beworben. Das Verfahren läuft noch…
Zuwachs für den HCH – Karin (N.N.), die langjährige Torfrau der HCH-Damen und von SaFo Frankfurt, will nach dreijähriger Abstinenz wieder zum Hockeystock greifen und für die HCH-Seniorinnen spielen.
Hockey-Aufgaben – Jens George (42 Jahre) wird mit einer Hamburger Senioren-Mannschaft in Singapur ein Turnier auf Naturrasen spielen. Außerdem erhielt er eine Einladung zum 100. JubiWiesnTurnier des ASV München. Leider hat Mausi beim diesjährigen ASV-Wiesn-Wochenende ein Bundesliga-Spiel. Einstweilen kamen seine blonden Hockey-Mädels aus der ganzen Welt (Augsburg, Hamburg), um ihn in Homburg am traditionellen Laternenfest-Freitag in der Altstadt zu treffen.
Kürzlich hatten wir Besuch – von einem, den wir alle kennen, aber natürlich nicht erwartet hatten: Lord Darth Vader besuchte die HCH-Kantine. Dabei entwickelte sich ein anregender Disput über die Nutzung der – in (fast) korrektem HCH-Blau gehaltenen – Tabletts:
Der gute alte Lord Vader: Er kann jemanden umbringen „by a single thought” oder „with the power of the force which is strong within me”. Selbst mit einem Tablett kann er Unliebsame vom Leben zum Tode befördern, wenn es ihm gerade paßt („if I so wish”): „I will hack at your neck with the thin bit until the blood flows over the canteen floor.” Wer hätte gedacht, daß Tabletts so gefährlich sein können?
Die Szene zeigt: Es bedarf keines Luke Skywalker, um sich von all den Todesdrohungen wenig beeindrucken zu lassen. Es reicht ein etwas unbedarfter Kantinen-Mitarbeiter, um Vader in eine Art Identitätskrise zu stürzen: Erst bringt er ihn mit seiner Aufforderung „You need a tray” in Rage, anstatt ihn wie erwartet „to a fight to the death” herauszufordern; dann hält er ihn für Mr. Stevens, den Head of Catering, und später für Jeff Vader – wer immer das ist –, bis der wahre Vader sich selbst als dieser ausgibt. Das hätte sich kein Jedi besser ausdenken können.
Auf die berühmte Henley Royal Regatta hatten wir schon einmal Bezug genommen: in dem wegweisenden Beitrag „Harders Liste”. In ihrer Ausgabe vom 15. Juli 2010 widmete nun die F.A.Z. diesem traditionsreichen Ruderwettbewerb eine launige Betrachtung.
Was in Ascot die Royal Enclosure ist, ist in Henley die Stewards’ Enclosure (siehe Photos). Zutritt nur für Mitglieder und deren Gäste! Und selbstverständlich nicht in irgendeiner Aufmachung: „Am Eingang stehen Herren in schwarzem Anzug und Melone und überprüfen den Dresscode der Gäste. Ihr Kopfschütteln ist dezent und höflich, ihr Nein unumstößlich.
Stewards' Enclosure
Es wird darum gebeten, sich ‚in Übereinstimmung mit der bewährten Tradition’ zu kleiden, heißt es in der Einladung (und die währt immerhin schon seit 1839; N.H.). Das bedeutet: knielange Kleider für die Damen, kein Jeansstoff. Die Herren tragen Schlips und Jackett. Nur dreimal in den vergangenen einhunderteinundsiebzig Jahren wurde ihnen gestattet, das Jackett abzulegen. Damals kletterte das Thermometer auf über dreiunddreißig Grad.” In Zeiten, in denen die halbe Welt bei wärmeren Temperaturen so rumläuft, als sei sie gerade auf dem Weg ins Schwimmbad oder an den Strand, freut man sich doch über solche Residuen von Stil.
Keine Frage: Wir sind mit unserem Club Jacket genau auf dem richtigen Weg. Man beachte nur die rot gewandeten Jungs vor der Fawley Bar! Ob wir es allerdings so halten wollen, wie Callum Macpherson und andere, sei dahingestellt. Von ihm weiß die F.A.Z. zu berichten, er trage „ein abgeranztes Jackett und eine mit Flecken übersäte Hose. (…) Er trage den Blazer schon seit 1996, erklärt er stolz und nimmt einen großen Schluck aus seinem Pint. Jeder Fleck erzähle die Geschichte eines feuchtfröhlichen Gelages. Ein alter Herr mit weißem Bart, der ein paar Stühle weiter sitzt und ein Schälchen frische Erdbeeren genießt, lächelt. ‚Good boy’, kommentiert er. Sechsundachtzig Jahre sei er alt und sammele auf seinem Jackett schon seit dem Jahr 1948 Flecken, Brand- und Mottenlöcher. Noblesse oblige.” Wir sind gespannt, wie lange unsere Jackets halten…
Neben dem sicher etwas spleenigen Umgang britischer Gentleman mit abgetragenen Jackets sollten wir uns noch ein weiteres Detail der Henley Royal Regatta zu Herzen nehmen. In der Stewards’ Enclosure trinkt man natürlich nicht irgend etwas, sondern Pimm’s. Ein legendäres Getränk. Wer noch nie Pimm’s No. 1 Cup mit einer Orangen- (oder Zitronen-) und einer Gurkenscheibe, einem Blatt Minze, aufgefüllt mit 7-up (zur Not Sprite) getrunken hat, ist wirklich nur zu bedauern. Ein Getränk, das der HCH-Senioren würdig ist.
Und was sehen wir am Ende auch hier: „Harders Liste” wird lang und länger. Quod errat demonstrandum.