Hennes Nationale beim Turnier um den Herbert-Schmidt-Pokal

Hennes und der Herbert-Schmidt-Pokal

Sie kamen aus dem Süden, dem Norden, dem Osten, dem Westen und der Mitte: Kein Weg war zu weit für die Teilnahme am ersten Turnier um den „Herbert-Schmidt-Pokal” am 7./8. August 2010 auf der Anlage des Crefelder HTC.

Mit dabei unser Daddelkünstler Hennes. Auf dem Photo zum Bericht macht er keinen ganz glücklichen Eindruck. Wahrscheinlich liegt es daran, daß die Auswahl aus dem Westen gewonnen hat. Und Hessen liegt doch mehr in der Mitte…

Hier noch der Turnierbericht von der Seite des Deutschen Hockey-Bundes (auf dessen Unterseiten man nicht verlinken kann):

09.08.2010 –  Während in Möchengladbach um die Champions Trophy gespielt wurde, fand auf der Clubanlage des Crefelder HTC der neu ins Leben gerufene ‚Herbert-Schmidt-Pokal’ für Ländermannschaften der Herren der Ü40iger und Ü50iger statt. An dem von Dirk Wellen bestens organisierten Turnier nahmen zwei Teams aus dem Norden, ein Team aus dem Westen und eine Mannschaft, die sich aus Spielern aus dem Süden, Osten und der Mitte Deutschlands (SOM) zusammensetzte, teil.

Im Rahmen dieses Turniers, das wie immer bei Ü45iger-Treffen in Krefeld bei besten Wetterverhältnissen stattfand, trafen sich auch die in der Entstehung befindlichen Ü40iger-Damen zu zwei Trainingseinheiten. Das Turnier wurde von der Westauswahl dominiert, die ungeschlagen am Samstag vom DHB-Präsident Stephan Abel den Pokal überreicht bekam. Der Abstand der einzelnen Teams war nicht allzu groß, so daß sich Spiele auf hohem Niveau entwickelten, die zeigten, daß dem Seniorenhockey in Deutschland ein immer höherer Stellenwert beigemessen werden kann.

Als Höhepunkt des Turniers stellte ‚Nationaltrainer’ Horst Rouss zwei Auswahlteams zusammen, die nochmals Seniorenhockey vom Feinsten demonstrierten. Im nächsten Jahr soll dieses Pokalturnier fortgeführt werden, und der Westen ist gefordert, den Pokal zu verteidigen. Sinn dieses Treffens war es auch Auswahlmannschaften der Alterklassen von Ü40, Ü45, Ü50 und Ü55 für internationale Begegnungen zu finden, die vorraussichtlich im Rahmen von Olympia 2012 in London an der Senioren-Weltmeisterschaft teilnehmen werden.”

Hennes im Kreis des Ü45-Teams "SOM", Krefeld 7. August 2010

Death by tray: Darth Vader in der HCH-Kantine

Kürzlich hatten wir Besuch – von einem, den wir alle kennen, aber natürlich nicht erwartet hatten: Lord Darth Vader besuchte die HCH-Kantine. Dabei entwickelte sich ein anregender Disput über die Nutzung der – in (fast) korrektem HCH-Blau gehaltenen – Tabletts:

Der gute alte Lord Vader: Er kann jemanden umbringen „by a single thought” oder „with the power of the force which is strong within me”. Selbst mit einem Tablett kann er Unliebsame vom Leben zum Tode befördern, wenn es ihm gerade paßt („if I so wish”): „I will hack at your neck with the thin bit until the blood flows over the canteen floor.” Wer hätte gedacht, daß Tabletts so gefährlich sein können?

Die Szene zeigt: Es bedarf keines Luke Skywalker, um sich von all den Todesdrohungen wenig beeindrucken zu lassen. Es reicht ein etwas unbedarfter Kantinen-Mitarbeiter, um Vader in eine Art Identitätskrise zu stürzen: Erst bringt er ihn mit seiner Aufforderung „You need a tray” in Rage, anstatt ihn wie erwartet „to a fight to the death” herauszufordern; dann hält er ihn für Mr. Stevens, den Head of Catering, und später für Jeff Vader – wer immer das ist –, bis der wahre Vader sich selbst als dieser ausgibt. Das hätte sich kein Jedi besser ausdenken können.

Von Henley lernen!

Auf die berühmte Henley Royal Regatta hatten wir schon einmal Bezug genommen: in dem wegweisenden Beitrag „Harders Liste”. In ihrer Ausgabe vom 15. Juli 2010 widmete nun die F.A.Z. diesem traditionsreichen Ruderwettbewerb eine launige Betrachtung.

Was in Ascot die Royal Enclosure ist, ist in Henley die Stewards’ Enclosure (siehe Photos). Zutritt nur für Mitglieder und deren Gäste! Und selbstverständlich nicht in irgendeiner Aufmachung: „Am Eingang stehen Herren in schwarzem Anzug und Melone und überprüfen den Dresscode der Gäste. Ihr Kopfschütteln ist dezent und höflich, ihr Nein unumstößlich.

Stewards' Enclosure

Es wird darum gebeten, sich ‚in Übereinstimmung mit der bewährten Tradition’ zu kleiden, heißt es in der Einladung (und die währt immerhin schon seit 1839; N.H.). Das bedeutet: knielange Kleider für die Damen, kein Jeansstoff. Die Herren tragen Schlips und Jackett. Nur dreimal in den vergangenen einhunderteinundsiebzig Jahren wurde ihnen gestattet, das Jackett abzulegen. Damals kletterte das Thermometer auf über dreiunddreißig Grad.” In Zeiten, in denen die halbe Welt bei wärmeren Temperaturen so rumläuft, als sei sie gerade auf dem Weg ins Schwimmbad oder an den Strand, freut man sich doch über solche Residuen von Stil.

Keine Frage: Wir sind mit unserem Club Jacket genau auf dem richtigen Weg. Man beachte nur die rot gewandeten Jungs vor der Fawley Bar! Ob wir es allerdings so halten wollen, wie Callum Macpherson und andere, sei dahingestellt. Von ihm weiß die F.A.Z. zu berichten, er trage „ein abgeranztes Jackett und eine mit Flecken übersäte Hose. (…) Er trage den Blazer schon seit 1996, erklärt er stolz und nimmt einen großen Schluck aus seinem Pint. Jeder Fleck erzähle die Geschichte eines feuchtfröhlichen Gelages. Ein alter Herr mit weißem Bart, der ein paar Stühle weiter sitzt und ein Schälchen frische Erdbeeren genießt, lächelt. ‚Good boy’, kommentiert er. Sechsundachtzig Jahre sei er alt und sammele auf seinem Jackett schon seit dem Jahr 1948 Flecken, Brand- und Mottenlöcher. Noblesse oblige.” Wir sind gespannt, wie lange unsere Jackets halten…

Neben dem sicher etwas spleenigen Umgang britischer Gentleman mit abgetragenen Jackets sollten wir uns noch ein weiteres Detail der Henley Royal Regatta zu Herzen nehmen. In der Stewards’ Enclosure trinkt man natürlich nicht irgend etwas, sondern Pimm’s. Ein legendäres Getränk. Wer noch nie Pimm’s No. 1 Cup mit einer Orangen- (oder Zitronen-) und einer Gurkenscheibe, einem Blatt Minze, aufgefüllt mit 7-up (zur Not Sprite) getrunken hat, ist wirklich nur zu bedauern. Ein Getränk, das der HCH-Senioren würdig ist.

Und was sehen wir am Ende auch hier: „Harders Liste” wird lang und länger. Quod errat demonstrandum.

Der HCH-Senioren Hockey-Playground

Wo man hinsieht: Room for Improvement. Mit „Harders Liste” haben wir einen ersten Überblick über die Agenda gegeben. Die aber wächst und wächst. Stichwort: Hockeyplatz. Heutige Kunstrasenplätze sind nicht gerade für ihre ästhetischen Reize bekannt. Dabei geht es auch ganz anders, wie dieser kurze Film von den Olympischen Spielen in Rom 1960 (Polen vs. Pakistan) zeigt:

Das Filmmaterial ist zwar nicht brilliant, die Stadiongestaltung aber gut zu erkennen. Daran sollten wir uns ein Beispiel nehmen: Der HCH-Senioren Hockey-Playground umringt von Statuen der Hockey-Heroen – mindestens in Lebensgröße. Vielleicht besser überlebensgroß, sonst könnte man Hennes übersehen.

Gourmetvision: Wurstbrote a la HCH

Keine Frage: Die kulinarische Versorgung im Clubhaus des HCH ist verbesserungsfähig. Ja, nicht nur das, sie ist bekanntlich überhaupt nicht vorhanden. Wenn nicht gelegentlich mal jemand Frankfurter Würstchen mitbringt, halten sich die Senioren an Dauerbackwaren in Brezelform oder Erdnüssen fest. Dabei sind letztere viel zu klein zum festhalten.

Ein wunderbarer Vorschlag kam jüngst von Jochen Malmsheimer. Bei ihm feiert das gute alte Wurstbrot eine triumphale Wiederauferstehung:

Wenn das keine nachdrückliche Aufforderung ist! Und das Rezept ist so einfach…